L e r n e n

Die Grundschule hat den Auftrag,
bei jedem Kind, das ihr
anvertraut wird,
die Grundlagen für Bildung
zu schaffen.

 

Alle Kinder sind verschieden und
haben das Recht, mit ihren Stärken und
Schwächen
angenommen und gefördert
zu werden,
damit sie ihre
Persönlichkeit
entfalten können.

 

Ziel ist es, dass
lebenslanges,
selbstständiges und eigenverantwortliches
Lernen selbstverständlich wird.

 

 

 

Inhaltsverzeichnis

 

1.   Grundschule Seester
      1.1 Unsere Schule stellt sich vor
      1.2 Besonderheiten der Grundschule Seester
      1.3 Elternarbeit
           1.3.1 Der Schulverein

 

2.   Pädagogische Grundlagen

 

3.   Methodisch-didaktische Grundlagen
      3.1 Unterrichtsgestaltung
      3.2 Leseförderung
      3.3 Leistungsbeurteilung

 

4.   Schlussbemerkungen

 

 

1   Grundschule Seester

1.1 Unsere Schule stellt sich vor

Die Grundschule Seester ist eine Schule im ländlichen Raum. Sie liegt in der
Seestermüher Marsch zwischen Elmshorn und Uetersen. Der Name der
Schule bezeichnet den Schulstandort. Schulträger ist der Schulverband
Seestermüher Marsch; er wird von den Gemeinden Seester und Seestermühe
gebildet.

 

Die Grundschule Seester besuchen Kinder aus den Gemeinden Seester,
Seestermühe und Neuendeich sowie einige Schülerinnen und Schüler aus den
angrenzenden Gemeinden.

 

Die Grundschule Seester ist einzügig. Zur Zeit setzt sich das multiprofessionelle
Team wie folgt zusammen:

  • 6 Lehrerinnen
  • 1 Sonderschullehrer
  • 1 Schulassistentin
  • 1 Bundesfreiwilligendienst-Leistende
  • 1 Schulsozialarbeiterin

 

Des Weiteren sind wir Ausbildungsschule für Lehramtsanwärter und
Universitätspraktikanten.

 

Der Unterricht an der Grundschule Seester ist verlässlich.
Unterricht Klasse 1: 8.55 Uhr bis 12.40 Uhr
Unterricht Klasse 2: 8.00 Uhr bis 11.40 Uhr
Unterricht Klassen e und 4: 8.00 Uhr bis 12.40 Uhr,
für die Klasse 4 endet der Unterricht einmal wöchentlich um 13.45 Uhr.

 

Als Ergänzung zur Verlässlichkeit bietet der Verein 'Betreute Grundschule Seester e. V.'
Betreuungszeiten vor und nach der Schulzeit, inklusive Hausaufgabenbetreuung,
Mittagessen und Ferienbetreuung.

 

Der tägliche Stundenplan enthält neben den 45-Minuten-Einheiten von
10.05 Uhr bis 11.40 Uhr eine Doppelstunde.

 

Die Unterrichtsstunden und die Pausen werden von den Lehrkräften beendet,
es gibt keine Schulglocke.

 

An der Grundschule Seester herrscht Lehrmittelfreiheit.

 

Das Schulgebäude wurde 1912 gebaut und seit 1970 drei Mal erweitert.
Zur Verfügung stehen 4 Klassenräume, 4 Gruppenräume, eine Pausenhalle
und eine Turnhalle.
Zwei der Gruppenräume sind mit Computern ausgestattet. Zusätzlich gibt es einen
Medien- und einen Musikraum.

 

1.2 Besonderheiten der Grundschule Seester

Es besteht seit langem eine vielfältige Zusammenarbeit mit dörflichen
Einrichtungen:

  • Kindergärten Seester, Seestermühe, Neuendeich
    (Zusammenarbeit mit den Erzieherinnen, gemeinsame Elternabende
    und Projekte … )

  • Kirche (Einschulungsgottesdienst, besondere Gottesdienste,
    Kirchenbesichtigung)

  • Feuerwehr (Brandschutzerziehung, jährliche Räumungsübung)

 

Außerdem beteiligt sich die Schule an Dorfveranstaltungen:
Im Rahmen des Musikunterrichts leistet die Schule jährlich einen Beitrag zur
Seniorenweihnachtsfeier.
Das Seestermüher Dorfmuseum Göpelschauer, die Fähre Kronsnest und der
Besuch des AZV Hetlingen mit dem Wassererlebnisbereich sind fester Bestandteil
des Heimat-, Welt- und Sachunterrichts.

 

Nach der Europäischen Charta der Regional- und Minderheitensprachen
(1999) und einem Erlass des Bildungsministeriums gehört die Pflege der
Niederdeutschen Sprache und die Vermittlung von Niederdeutschkenntnissen in
Schleswig-Holstein zu den Unterrichtszielen.

 

Seit Schuljahresbeginn 2015/16 nimmt die GS Seester am Projekt
'Niederdeutsch lernen in der Schule' des Landes Schleswig-Holstein teil.
Durch die zusätzlich zur Verfügung stehenden Unterrichtsstunden
wird nun in allen Klassenstufen Plattdeutsch als Arbeitsgemeinschaft
unterrichtet.

 

Da in beiden Dörfern noch viel Plattdeutsch gesprochen wird, ist auch in
diesem Bereich eine engere Verbindung mit dem Dorfleben wünschenswert. Eltern
bzw. Großeltern können in Arbeitsgemeinschaften oder Projekten mitwirken.

 

Wir bieten unseren Schülerinnen und Schülern vielfältige musische und
künstlerische Entfaltungsmöglichkeiten, die über die reine Wissensvermittlung
hinausgehen.

 

In unserem familiären Miteinander sehen wir einen großen Vorteil für das Schulleben.

 

1.3 Elternarbeit

Die Zusammenarbeit mit den Eltern hat für unser Team einen besonderen
Stellenwert, um den Erziehungs- und Lernprozess kooperativ zu begleiten.
Die Lehrerschaft ermöglicht Eltern die Einsichtnahme in die schulische Arbeit u. a.
durch regelmäßige Elterngespräche und die Teilnahme an Elternabenden, die ggf.
auch thematisch konzipiert sind.

 

Als gemeinsame und verbindende Aktionen zwischen Kindern, Eltern und Lehrenden
finden regelmäßig statt:

  • Schulfeste
  • Traditionelles Schulfest (alle 4 Jahre) mit Königsspielen und Festumzug
  • Lauftag ( jährlich; alle 2 Jahre als Spendenlauf)
  • Projekttage
  • Faschingsfeier
  • Adventsbasteln
  • Literaturwoche mit Autorenlesung (jährlich)

 

Eltern und Angehörige können die Schule aber auch in praktischer Hinsicht
unterstützen, indem sie den Schulalltag in den Gruppen mitgestalten (z. B.
Lesetraining).
Es können für die Schülerinnen und Schüler kurzfristig oder langfristig
Freizeitkurse oder Projekte angeboten werden, so dass die Eltern selbst
in ihrem zeitlich möglichen Rahmen Arbeitsgemeinschaften unterschiedlichster Art
anbieten können. Schülerzeitung, Gesellschaftsspiele, Lego und Schattentheater gab
es beispielsweise schon einmal als Eltern-AG.

 

1.3.1 Der Schulverein

Der Schulverein der Grundschule Seester unterstützt die Arbeit der Schule
finanziell in vielen Bereichen.

Der 'Schulverein Seestermüher Marsch'

  • bezuschusst Klassenfahrten und Ausflüge
  • organisiert das monatliche Schulfrühstück, das von Müttern/Vätern
    zubereitet wird
  • übernimmt Materialkosten für den vorweihnachtlichen Bastelvormittag
  • übernimmt z. T. Ausgaben für die Faschingsfeier
  • übernimmt/ bezuschusst die anfallenden Kosten von Autorenlesungen
  • übernimmt/bezuschusst die Anschaffung von Pausenspielgeräten
  • bezuschusst Unterrichtsmaterial
  • bezuschusst Theatervorstellungen in der Schule und Theaterfahrten

 

Jede Lehrerin erhält jährlich einen Betrag (Handgeld) für ihre Klasse zur
freien Verfügung.
Fast alle Eltern sind Mitglied im Schulverein. Jedes Kind profitiert von den
Ausgaben des Schulvereins.

 

Gremien unserer Schule zur demokratischen Mitwirkung in organisatorischen und
inhaltlichen Fragen sind der Elternbeirat und die Schulkonferenz, die sich aus
Elternvertretern und Lehrerschaft der Schule zusammensetzt. Interessierte Eltern
sind als Zuhörer zur zweimal jährlich stattfindenden Schulkonferenz herzlich
eingeladen.

 

2. Pädagogische Grundlagen

Wir schaffen ein Lernklima, in dem alle Schülerinnen und Schüler in positiver
Atmosphäre erfolgreich lernen können. Dabei legen wir Wert auf die individuelle
Selbstständigkeits- und Persönlichkeitsentwicklung der Kinder.
Wir beziehen die Schülerinnen und Schüler mit in Entscheidungsprozesse ein und
vermitteln Strategien der gewaltfreien Konfliktbewältigung.
Die Schulsozialarbeiterin unterstützt die pädagogische Arbeit des Kollegiums an
einem Tag in der Woche.

 

3. Methodisch-didaktische Grundlagen

Große Didaktik anno 1657

Dieser unserer Didaktik Hauptplan sei folgender:
Eine Anweisung zu suchen und zu finden, wie die Lehrenden weniger lehren, die
Lernenden aber mehr lernen; die Schulen weniger Lärm, Widerwillen und
vergebliche Arbeit, aber mehr Muße, Vergnügen und tüchtigen Fortschritt zeigen ...
                                                                                             Johann Amos Comenius

 

Dieses Verständnis von Lernen und Lehren ist nach wie vor aktuell. Wir wollen das
selbstorganisierte Lernen unserer Schülerinnen und Schüler fördern. Das bedeutet,
dass Lernende bei vorgegebenen Lerninhalten und Zielen ihr eigenes Lernen selbst
steuern und über die Art und Weise ihrer Lernorganisation mit entscheiden.
Das fördert nicht nur die Freude am Lernen sondern die Kinder erlangen dadurch
zunehmend Verantwortung für den eigenen Lernprozess.

 

Die Kinder kommen mit ganz unterschiedlichen Voraussetzungen zu uns und bringen
ein individuelles Lernpotential mit. Individuell sind bei jedem Kind: Bedarf an Zeit,
Bedarf an Unterstützung, sinnliche Wahrnehmung und Verarbeitungs- bzw.
Lernstrategien.

 

Wir verfolgen mit unserer Arbeit die bestmögliche Förderung eines jeden einzelnen
Kindes. Alle Kinder sollen fundiertes Grundwissen erwerben und darüber hinaus
ihren Möglichkeiten entsprechende Lernangebote vorfinden.

 

3.1 Unterrichtsgestaltung

Unterricht, der diesen Anforderungen gerecht werden kann differenziert sich durch:

  • Quantität und Schwierigkeitsgrad von Aufgaben
  • verschiedene Aneignungs- und Handlungsformen (sinnlich, symbolisch,
    abstrakt, konkret, handelnd)
  • Hilfen durch Lehrer und Schüler
  • verschiedene Sozialformen: Gruppenarbeit, Partnerarbeit, Einzelarbeit
  • Einsatz von verschiedenen Medien
  • zugestandene Lernzeit
  • Wiederholung und Übung
  • Zusatzaufgaben, Auswahlmöglichkeiten, kreative Weiterführungen

 

Wir wollen dabei sowohl die schwächeren Kinder besonders im Blick haben, als auch
für besonders begabte Schülerinnen und Schüler eine anregende Lernumwelt mit
angemessenen Lernangeboten und Fördermöglichkeiten schaffen. Dies geschieht
unter anderem durch:

  • differenzierte Aufgaben mit Pflichtanteil im Tages-/ Wochenplan
  • Knobelaufgaben, Denkaufgaben zur Förderung des beweglichen Denkens
  • offene Klassenbüchereien, Schülerreferate, Schreibprojekte
  • Forschungs- und Entdeckungsaufgaben
  • Teilnahme an Mathematikwettbewerben
  • Empfehlung einzelner Kinder für das Enrichment – Programm in Schleswig-
    Holstein (außerschulische Begabtenförderung)

 

Die Lehrerinnen verstehen sich dabei als Lernbegleiter, die sich

  • über persönliche Reflexionsgespräche mit den Kindern
  • durch Klassenarbeiten (Lernzielkontrollen) und andere Leistungsnachweise
    (z. B. Referate, Buchvorstellungen, Plakate, Lesetests, Lesetagebücher, etc.)
  • durch Überprüfung des Pflichtaufgabenteils im Rahmen des Wochenplans
  • durch Beobachtungen des Lern- und Arbeitsverhaltens der Kinder im
    Unterricht

einen Überblick über den Lernerfolg der Kinder verschaffen und beratend
gemeinsam mit den Kindern persönliche Lernziele und Wege definieren.

 

3.2 Leseförderung

… Ich weiß zwar nicht, was ihr euch für euer Kind erträumt und erhofft, aber ich
weiß, dass es für alle Wechselfälle des Lebens besser gerüstet ist, wenn es
lesehungrig ist. …
                                                                (aus: „Das entschwundene Land“ von Astrid Lindgren)

 

Dieser Satz von Astrid Lindgren bringt es auf den Punkt: Ohne die Kulturtechnik
Lesen kommt man nicht sehr weit. In der Schule ist das Lesen die wichtigste
Arbeitsgrundlage und zwar in allen Fächern.

 

Die Fertigkeit des Lesens ist Voraussetzung, um

  • Informationen zu entnehmen
  • Texte zu interpretieren und
  • über Inhalte und Form zu reflektieren.

 

Wir wollen deshalb die Lesekompetenz unserer Kinder fördern und fordern.
Durch ein Leseförder-Computerprogramm (www.antolin.de) und eine Schulbibliothek
motivieren wir die Schülerinnen und Schüler verstärkt im, aber auch außerhalb des
Unterrichts zum Lesen.

 

3.3 Leistungsbeurteilung

Die Schülerinnen und Schüler erhalten jeweils am Halbjahresende eine
Leistungsbeurteilung in Form eines Zeugnisses. Die im Halbjahr erbrachten
Leistungen im schriftlichen (u.a. Klassenarbeiten, Lesetagebuch,
Referatsausarbeitungen, Tests,...) und mündlichen Bereich (u.a. Gesprächsbeiträge,
Referate, Buchvorstellung, Mitarbeit im Unterricht,...) sowie das Arbeits- und
Sozialverhalten sind hierin dokumentiert. Die Verteilung der Zeugnisse am
Schuljahresende bzw. zum Halbjahr kann der unten folgenden Tabelle entnommen
werden.

 

Klasse 1. Halbjahr 2. Halbjahr
1 Am Ende des 1. HJ:
verpflichtende
Elterngespräche
Tabellenzeugnis
2 Tabellenzeugnis Tabellenzeugnis
3 Tabellenzeugnis Zensurenzeugnis
+ Entwicklungsbericht
4 Zensurenzeugnis
+ Entwicklungsbericht
+ verpflichtende
Elterngespräche zum
Übergang auf die
wieterführende Schule
Zensurenzeugnis
+ Entwicklungsbericht

 

Die tabellarischen Zeugnisse enthalten genaue und differenzierte Informationen über
den Leistungsstand und die Kompetenzen der Kinder. Mindestens zweimal jährlich
werden Elterngespräche angeboten.

 

4. Schlussbemerkungen

Mit diesem Schulprogramm geben wir einen Einblick in unser Schulleben und
präsentieren wichtige Punkte unserer Arbeit.

 

Dieses Schulprogramm wird jährlich evaluiert.
Das Kollegium der Grundschule Seester